Ein Abend voller Karten, Würfel und Gemeinschaft – Auftakt mit Wiederholungswunsch

Hamm Norden – Spiele erfreuen sich traditionellerweise in der bald anstehenden Zeit zwischen den Jahren großer Beliebtheit, doch am Galilei-Gymnasium wurden schon am 11. Dezember 2025 Pokerchips in ungeahnte Höhen gestapelt, Gehirnwindungen beim Schach strapaziert und bei Twister Gliedmaßen verrenkt. Denn erstmals fand dort eine hauseigene Spielenacht statt – und übertraf alle Erwartungen. Was als Anstoß von Schülerinnen und Schülern aus dem Schulalltag begann, entwickelte sich zu einem großen Erfolg, der den Teilnehmenden und dem Organisationsteam einen herausragenden gemeinsamen Abend bescherte.

Der Ursprung der Veranstaltung liegt in einer alltäglichen Beobachtung: In den Fünf-Minuten-Pausen spielten Schüler der damaligen 10. Klasse des vergangenen Schuljahres regelmäßig Karten. Diese ungezwungene Spielfreude griff ihre Lehrerin Sarah Pfeiffenberger auf – verbunden mit dem Wunsch, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10 bis Q1 sowie auch Ehemaligen und Lehrkräften ein gemeinschaftsstärkendes Angebot jenseits des Unterrichts zu machen. Gemeinsam mit ihrer AG Kunst und Kultur(en) sowie den engagierten Lehrkräften Luisa Oest und Alexander Buerstedde entstand schließlich das Konzept einer Spielenacht, wie es sie zuvor noch nicht gegeben hat.

Am Abend selbst verwandelten sich Aula, Foyer und das McGalli in lebendige Spielzonen. Dank eines reichhaltigen Mitbringbuffets, einer Getränkeflatrate und der atmosphärisch gestalteten Aula herrschte von Beginn an eine offene, entspannte und fröhliche Stimmung. Schülersprecher Saad Hasan Merza, auch Mitglied der Kunst und Kultur(en) AG, begrüßte souverän die über 80 Anwesenden, die sich anschließend mit unterschiedlichsten Spielen auseinandersetzten. Ob Poker, Karten- oder Brettspiele – überall wurde riskiert, gelacht, diskutiert und mitgefiebert. Letzteres betraf vor allem auch das Spieleturnier, aus dem Julian Braun (10a) als erster Galli-Champion hervorging.

Die Resonanz der Schülerschaft, der Lehrkräfte und auch der zahlreichen Ehemaligen war eindeutig: Begeisterung auf ganzer Linie! Viele äußerten noch am selben Abend den Wunsch nach einer Fortsetzung – am liebsten an einem Freitag, damit die Spielenacht noch länger dauern könne. Für sie ist klar: Es geht nicht nur ums Spielen, sondern um das Treffen mit Freunden, das Unterhalten, das Abschalten vom Schulalltag und darum, sich gemeinsam in Spielewelten zu verlieren. Schule einmal ganz anders – dieser Abend machte es möglich.

Die erste Spielenacht hat damit nicht nur einen gelungenen Auftakt gefeiert, sondern auch gezeigt, wie aus einer kleinen Alltagsszene ein großes schulisches Gemeinschaftserlebnis entstehen kann. Eine Wiederholung scheint nach diesem Abend nur eine Frage der Zeit zu sein.