Direkt am ersten Schultag nach den Sommerferien tauschte die Jahrgangsstufe Q2 das Klassenzimmer gegen einen historischen Lernort der besonderen Art. Für unsere Schüler:innen war die Exkursion zum burgähnlichen Renaissanceschloss in Wewelsburg bei Paderborn eine intensive Erfahrung, die die Fragen und Inhalte aus den Geschichts- und Pädagogik-Kursen greifbar in die Realität holte.
Im Zentrum des Besuchs stand für alle Teilnehmenden die Frage, wie die perfide Indoktrination der Nationalsozialisten aufgebaut war. Vor Ort erforschten sie u.a., mit welchen Mechanismen, Symbolen und baulichen Inszenierungen die SS versuchte, Menschen gezielt zu manipulieren und ideologisch zu beeinflussen. Die monumentale Architektur der einzigen Dreiecksburg Deutschlands machte diesen totalitären Machtanspruch für die Schülerinnen und Schüler erschreckend spürbar.
Aus pädagogischer Sicht regte der Besuch vor allem zum Nachdenken darüber an, wie wichtig kritisches Denken und emotionale Widerstandskraft gegen Manipulation sind. Die Exkursionsteilnehmenden setzten sich intensiv mit moderner Erinnerungskultur auseinander und diskutierten, wie Gedenkstättenarbeit gestaltet sein muss, um junge Generationen heute nachhaltig für demokratische Werte zu begeistern. Auch wurde von den Schüler:innen Aktualitätsbezüge hergestellt und politische Geschehnisse eingeordnet. Ein Tag, der unsere Q2 und die begleitenden Lehrkräfte tief bewegt, zu intensiven Diskussionen angeregt und nachhaltig geprägt hat.
Wir danken dem Team des Gedenkorts sowie unseren Fachschaften Geschichte und Pädagogik für die Vorbereitung und Durchführung sehr herzlich.



