Unterrichtsleitbild

Vorläufige Konzeption eines gymnasialen Unterrichtsleitbildes, Galilei-Gymnasium

Hamm, Stand: März 2015 – Kurzversion

Der Arbeitskreis zur „Konzeption eines gymnasialen Unterrichtsleitbildes“ hat sich im vergangenen Schuljahr 2013/14 eingehend mit der Frage auseinandergesetzt, wie das gymnasiale Unterrichtsleitbild des Galilei-Gymnasiums als Vertragswerk gestaltet sein soll, das über unseren pädagogischen Grundkonsens hinausgeht: Welche Erwartungen haben Lehrer[1] an die Schüler und welche Erwartungen haben wiederum die Schüler an die Lehrer im Hinblick auf die Gestaltung des Unterrichts am Galilei-Gymnasium Hamm? Hierzu wurden im Laufe des Schuljahres 2013/14 sowohl das Lehrerkollegium im Rahmen eines pädagogischen Tages als auch die Schüler im Unterricht befragt und die Ergebnisse stichwortartig zusammengetragen. Auf Grundlage dieser durchgeführten Befragungen ergeben sich die oben angegebenen Erwartungen der Lehrer an die Schüler bzw. Erwartungen der Schüler an die Lehrer im Hinblick auf Unterricht. Ebenso wurden die Elternvertreter befragt.

Der nachfolgend formulierte Text hat alle vorgeschlagenen Aspekte aufgenommen.

Entwurf eines Unterrichtsleitbilds für das Galilei-Gymnasium

Dem Unterrichtsleitbild des Galilei-Gymnasiums liegt unser pädagogischer Grundkonsens zugrunde. Er ist für alle Beteiligten (Lehrer, SuS und Eltern) die Grundlage gemeinsamen Handelns und die Leitlinie für die pädagogische Arbeit an unserer Schule. Dabei sind die Zielsetzungen und Werte, die in unserem pädagogischen Grundkonsens beschrieben werden, auch im Hinblick auf unseren Unterricht von zentraler Bedeutung: Kommunikations- Team und Konfliktfähigkeit sind zentrale Akzente zur Förderung unseres gemeinschaftlichen Lebens und Handelns an unserer Schule und zum erfolgreichen Aufbau einer schulischen Gemeinschaft. Anstrengungsbereitschaft, Respekt und gegenseitige Hilfe bilden die Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Dies gilt für die Lehrer und für die Schüler gleichermaßen. Für alle am Unterricht Beteiligten ist die Einhaltung der Vereinbarungen und Regelungen des Pädagogischen Grundkonsenses eine selbstverständliche Verpflichtung.

Sachorientierung

Der Unterricht am Galilei-Gymnasium orientiert sich in allen Fächern an dem Grundsatz, die Kinder immer mehr zu wissenschaftlichen, an den Vorgaben des jeweiligen Faches orientierten Denk- und Arbeitsweisen zu führen. Auch Unterricht, der sein Augenmerk auf den Erwerb verschiedener Fähigkeiten und Fertigkeiten legt, kann darauf keinesfalls verzichten. Dies bedeutet, dass die in den Lehrplänen vorgegebenen Unterrichtsinhalte, anhand derer die angestrebten Kompetenzen erworben werden sollen, systematisiert und orientiert an der jeweiligen Fachmethodik vermittelt werden. Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer bereiten dies auf der Grundlage ihrer Fachkenntnisse vor. Diese Vorbereitung beinhaltet auch die Verpflichtung zu fachlicher und unterrichtsmethodischer Fortbildung.

Leistungsorientierung

Das Galilei-Gymnasium versteht sich als „menschliche Leistungsschule“. Das bedeutet, dass jede Schülerin und jeder Schüler seine Möglichkeiten ausschöpfen und in diesem Sinne optimale Leistungen erbringen soll. Das Leistungsprinzip ist in diesem Sinne ausdrücklich auch als demokratisches Prinzip zu verstehen. Gute Leistungen ermöglichen den Schülern nach dem Abitur eine Stellung in der Gesellschaft, die vom Einkommen und der Anerkennung ihrer Eltern unabhängig ist. Schüler sind daher intensiv zu unterstützen, wenn ihr Lebensumfeld wenig daran interessiert ist, Leistungen zu fördern. Gute Leistungen und individuelle Lernfortschritte werden von den Lehrern belobigt und damit im Bewusstsein der Kinder verankert.

Andererseits achten die Eltern und Lehrer darauf, dass die Erwartungen an einzelne Schüler nicht zu einer Überforderung führen. Sie bleiben darüber in vertrauensvollem und engem Kontakt und nehmen ggf. auch die Hilfe des Schulpsychologischen Lernzentrums (SPLZ) in Anspruch.

Werteerziehung

Am Galilei-Gymnasium vermitteln die Lehrkräfte in allen Fächern im Unterricht die zentralen Werte unserer Kultur. Dies geschieht vor allem über eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den Unterrichtsinhalten sowie durch die erzieherische Arbeit der Lehrer. Schulische Bildung muss sichern:

  • die Erfahrung der Wertschätzung und Anerkennung für alle an der Schule tätigen Menschen.
  • die Anerkennung des Anderen, auch des ‚Fremden’,
  • demokratische Bildung,
  • Selbstbestimmung und Solidarität,
  • eine kritische Auseinandersetzung mit freiheits-ermöglichenden und freiheitssichernden Traditionen.

Diese Werteerziehung steht in Verbindung mit den Anstrengungen unserer SV in Ihrem Engagement gegen Rassismus und Radikalismus in jeder Form. In dieser Arbeit werden die aktiven Schüler aus dem Unterricht heraus unterstützt.

Haltungen der Schüler: Anstrengungsbereitschaft

Die Schüler sind bereit, sich auf eine anspruchsvolle fachliche Arbeit einzulassen. Diese Anstrengungsbereitschaft beinhaltet auch, dass sie bei auftretenden Verständnisproblemen nicht gleich „die Flinte ins Korn“ werfen, sondern dass sie versuchen, ihre Verständnisschwierigkeit möglichst genau zu benennen und sich bei Mitschülerinnen und Mitschülern und bei den jeweiligen Fachlehrern die notwendige Hilfe holen. Sie nutzen außerdem selbstständig nach Anleitung die Stadtbücherei und die zur Verfügung stehenden elektronischen Medien. Auf diese Weise übernehmen sie Verantwortung für den eigenen Lernprozess. Eine angemessene Anstrengungsbereitschaft ist Voraussetzung für die Arbeit am Galilei-Gymnasium.

Haltungen der Schüler: aktives Lerninteresse, angemessener Sprachgebrauch

Die Schülerinnen und Schüler zeigen Interesse an ihrer Umwelt und informieren sich regelmäßig selbstständig über Fragen des Zeitgeschehens, sei es in ihrer Stadt, sei es in der Welt. Entsprechend werden aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen im Unterricht aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler bauen auf diese Weise ein breites Allgemeinwissen auf.

Die Schülerinnen und Schüler bemühen sich um einen situationsangemessenen Sprachgebrauch. Sie erlernen und verwenden im Unterricht eine Bildungssprache, die sie ständig erweitern und verfeinern und mit entsprechenden Fachbegriffen anreichern. In ihrer Alltagssprache, vor allem im Umgang mit Klassenkameraden, achten sie darauf, dass sie mit ihren Äußerungen niemanden beleidigen oder verletzen. Wer gegen diese Regeln verstößt, wird mit angemessenen Maßnahmen zur Ordnung gerufen.

Fordern und Fördern

Gemäß § 1 des Schulgesetzes hat jede Schülerin bzw. jeder Schüler „ … einen Anspruch auf individuelle Förderung.“ Es kommt darauf an, jeden Schüler in seinem individuellen Leistungsvermögen wahrzunehmen und Lernangebote zu unterbreiten, die mit entsprechender Anstrengungsbereitschaft zu einer Vermehrung und einer nachhaltigen Verankerung von Wissen und Fähigkeiten führen können. Das Förderkonzept des Galilei- Gymnasiums orientiert sich an diesen Zielen.

Wichtigster Förderort ist der Unterricht. Zunächst kommt es darauf an, dass der Unterricht überhaupt stattfindet. Politik und Behörde müssen ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und die Schule nach den beschlossenen Vorgaben mit dem entsprechenden Personal versorgen. Die Schulleitung verpflichtet sich, sich immer wieder stark dafür einzusetzen und der Schulkonferenz darüber Rechenschaft abzulegen.

Im Unterricht erfährt die große Mehrheit der Schüler die entscheidende Förderung. Hier wird der zu bewältigende Lernstoff didaktisch klug aufgearbeitet dargeboten und erklärt, so dass die verlangten Fähigkeiten erworben werden können. Die wichtigste Tätigkeit der Lehrer besteht im „Verstehen lehren“. Allein die Darbietung des Materials wird nicht dazu führen, dass schwierige Sachverhalte und Zusammenhänge verstanden werden. Von daher sind die Lehrer nach unserem Verständnis keineswegs nur „Lernbegleiter“, wie es in manchen Veröffentlichungen heißt. „Lehren“ bedeutet für uns eben nicht allein, vorzutragen, was man als Lehrer bereits weiß, sondern Verständnisschwierigkeiten zu vorher zu sehen und Zugänge vorzubereiten, die den Schülern ein Verstehen auch schwieriger Sachverhalte ermöglichen. Die Schüler lassen sich auf die Bearbeitung der vorgegebenen Themen ein und bringen die Bereitschaft auf, sich mit ihnen tatkräftig auseinanderzusetzen, bis sie die Zusammenhänge verstehen, und zwar auch in den Fächern, die nicht ihre Lieblingsfächer sind.

Der Begriff der „Förderung“ wurde lange lediglich verwendet, wenn es um diejenigen Schüler ging, deren Versetzung gefährdet war oder die in bestimmten Fächern Notendefizite vorzuweisen hatten. Diese brauchen natürlich nach wie vor eine angepassten Förderung. Einzelheiten dazu sind in unserem Förderkonzept dargelegt.

Die vielen sehr begabten Schüler werden vor allem im Unterricht gefördert. Über sogenannte „Drehtürmodelle“ können sie am Unterricht in einer zusätzlichen Fremdsprache oder in einer höheren Klasse teilnehmen, ohne ihre eigene Klassengemeinschaft zu verlassen.

Zusätzliche Herausforderungen können über die Teilnahme an Wettbewerben angeboten werden, zudem durch Teilnahme an Hochschulveranstaltungen. Hier kommen uns auch unsere Kooperationsverträge mit den beiden Hammer Fachhochschulen zugute. Auch können weitere Informationen unserem Förderkonzept entnommen werden.

Lob und Anerkennung sind sicher ein wichtiger Baustein der pädagogischen Arbeit. Besondere Leistungen sollen immer auch in besonderer Weise gelobt werden.

Lehrer: Unterrichtsvorbereitung

Die Lehrer bereiten den Unterricht auf der Grundlage der schulischen Lehrpläne inhaltlich und didaktisch vor. Dabei orientieren sie die notwendige Aufbereitung des Lernstoffs an den Bedingungen der jeweiligen Lerngruppe. Das bedeutet auch, dass sie die einzelnen Kenntnisstände der Schüler bestimmen und ggf. durch unterschiedliche Maßnahmen verschiedene „Anschlussmöglichkeiten“ für die vielfältigen Voraussetzungen der Schüler anbieten. Dabei dürfen aber die Grundanforderungen nicht unterschritten werden, um einer schleichenden Absenkung der Kenntnisstände entgegenzuwirken. Es ist Aufgabe der Fachkonferenzen, dies zu überprüfen und ggf. Maßnahmen zu ergreifen, um einen gymnasialen Anspruch zu erhalten.

Durch regelmäßigen Austausch mit den parallel unterrichtenden Lehrkräften wird der eigene Unterricht kritisch hinterfragt. Im Kontakt mit den Grundschulen, von denen Schülerinnen und Schüler zu uns wechseln, klären wir über die Anforderungen des Gymnasiums auf und bereiten so einen möglichst reibungslosen Übergang vor.

Der Unterricht wird lang- und mittelfristig geplant, Schüler werden in angemessener Weise an den Planungen der Unterrichtsreihen beteiligt; Ziele und Fortgang der Reihen sollen mit ihnen besprochen werden. Jede Unterrichtsstunde wird im Reihenfortgang verortet, um für die Schüler einen sinnvollen Einblick zu erzielen. Schüler haben einen Anspruch darauf und sollten ein solches Verständnis auch einfordern.

Der Unterricht orientiert sich durchgängig an einem vereinbarten Ziel, einer Leitfrage oder einem Leitaspekt. Darüber hinaus kann der Gang des Unterrichts an der Tafel angeschrieben werden.

Verschiedene Unterrichtsmethoden unterstützen die Schüler bei der Aneignung der Lerninhalte. Die Auswahl der Methoden orientiert sich daran, inwieweit sie für die Erarbeitung des jeweiligen Sachverhalts und für den Lernprozess förderlich sind. Methoden an und für sich haben keinen Wert. Gemeinsam mit den Lehrenden überprüfen die Schüler die eingesetzten Unterrichtsmethoden daraufhin, welche bei der Erarbeitung neuer Inhalte hilfreich sind.

Lehrerinnen und Lehrer: Haltungen, Unterrichtsführung

Die Lehrer gehen offen und freundlich und mit einer ermutigenden und wertschätzenden Grundhaltung auf die Schüler zu.

Die Lehrer haben die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Schüler im Blick. Mit einem aufmerksamen Blick nehmen sie vorhandene Lernschwierigkeiten wahr und bieten den Schülern passende Hilfen an. Sie gehen respektvoll und höflich mit den Schülern um. Sie zeigen Verständnis und Geduld, lösen Konflikte – wenn es möglich ist – mit einem wohlwollenden Humor, können aber auch mit der notwendigen Strenge für die Aufrechterhaltung förderlicher Arbeitsbedingungen sorgen.

Diejenigen Schüler, die im Unterricht oder während der Pausen gegen die vereinbarten Regeln verstoßen, sollen mit geeigneten Maßnahmen zur Ordnung gerufen werden. In ihrem Verhalten und in ihrer Sprache sind die Lehrenden den Schülern ein Vorbild. Sie halten die Schüler zu einer angemessenen Unterrichtssprache an.

Die Lehrer zeigen ihr Interesse an ihren Fächern und wecken auch so das Interesse der Schüler für ihr Fach. Sie gehen fair und gerecht mit den Schülern um. Sie ziehen keine Schüler vor oder setzen andere zurück. Dazu gehört es auch, die Herkunft bzw. Kultur der Schüler zu berücksichtigen, niemanden zu herabzusetzen und ggf. Schüler vor Übergriffe anderer zu schützen.

Gemeinsame Aufgabe: Lernklima

Die Lehrkräfte und die Schüler sorgen gemeinsam für ein angenehmes und produktives Lernklima. Neben einem respekt- und rücksichtsvollen Umgang zählen dazu die notwendige Disziplin und eine angemessene Arbeitsbereitschaft. Die Schüler arbeiten fleißig und beteiligen sich aktiv am Unterricht, so, wie es ihnen nach § 42(3) Schulgesetz aufgetragen ist. Auftretende Konflikte werden wahrgenommen und in einem Gespräch geklärt. Wenn es notwendig ist, können sich Schüler ebenso wie die Lehrer dabei Hilfe holen, etwa von den Klassenleitungen, den Beratungslehrern, den Vertrauenslehrern, den Streitschlichtern oder von der Schulsozialarbeiterin.

Die Schüler gehen respektvoll und freundlich miteinander, mit den Lehrkräften und anderen an der Schule tätigen Menschen um. Sie arbeiten mit anderen produktiv zusammen, auch wenn ihnen diese nicht sympathisch sind.

Sie sind bereit, anderen zu helfen und sind in der Lage, selbst Hilfe anzunehmen. Sie bringen die notwendigen Arbeitsmaterialien mit und erscheinen pünktlich zum Unterricht. Im Unterricht benehmen sie sich angemessen, d.h. ruhig und diszipliniert. Sie vermeiden Unterrichtsstörungen und lassen sich von den Störungen anderer nicht „anstecken“. Sie arbeiten ernsthaft mit anderen zusammen und sind bereit, die Arbeitsergebnisse ihrer Gruppen zu vorzustellen.

Sie arbeiten sorgfältig und achten im Rahmen ihrer Vorkenntnisse auf fachliche Richtigkeit. Sie halten die von der Lehrerkonferenz beschlossenen Grundsätze zur Heftführung ein. Diese werden den Schülerinnen und Schülern als verpflichtende Regeln vermittelt und regelmäßig überprüft.

Gemeinsame Evaluation des Unterrichts

Gemeinsam überprüfen die Schüler zusammen mit der jeweiligen Lehrkraft regelmäßig den Erfolg des Unterrichts. Dabei legen sie zuvor vereinbarte Prüfpunkte zugrunde. Es sollte im Mittelpunkt stehen, dass alle am Unterricht Beteiligten Verantwortung für dessen Erfolg übernehmen müssen. Auch dadurch schulen die Schüler ihre Fähigkeit zu Bewertung und Kritik.

Selbstständigkeit

Die Lehrer leiten Schüler an, zunehmend selbstständiger zur arbeiten. Sie schulen die dazu notwendigen Arbeitsmethoden und kontrollieren die Arbeitsergebnisse. Mit Eintritt in die Erprobungsstufe lernen die Schüler mit Hilfe des Schulplaners ihre Wochenarbeit zu organisieren. Eltern, Schüler und Lehrer unterstützen und kontrollieren die Arbeit mit dem Schulplaner, so dass für alle Seiten eine Verlässlichkeit entsteht.

Mit fortschreitendem Alter der Schüler sollen selbstständig erarbeitete Produkte häufiger in den Unterricht eingebunden werden. Die Lehrerinnen und Lehrer ermutigen ihre Schüler, sich an Wettbewerben zu beteiligen und helfen ihnen bei einer Anmeldung. Selbstständiges Lernen bedeutet allerdings nicht: beim Lernen allein gelassen werden.

Schüler brauchen klare Strukturen und wohldosierte Hilfen beim Erarbeiten neuer Inhalte. Die Lehrer leiten mit ihren fachlichen und unterrichtlichen Kenntnissen und mit ihrer persönlichen Zuwendung die angestrebten Lernprozesse ein, helfen den Schülern geduldig, Zusammenhänge zu verstehen und überprüfen die Qualität der erzielten Ergebnisse. Diese werden in größere Zusammenhänge eingeordnet, so dass sich den Schülern die Sinnhaftigkeit der Unterrichtsarbeit bzw. die Bedeutsamkeit der Lerninhalte erschließt. Die Lehrer stehen den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern für Hilfen und Beratung zur Verfügung.

Leistungsbewertung

Die Leistungsüberprüfungen und –bewertungen sind inhaltlich und vom Umfang her angemessen, geleitet von vereinbarten Bewertungsmerkmalen und damit verständlich. Sie orientieren sich an den rechtlichen Vorgaben aus Schulgesetz und Ausbildungsordnungen und an den jeweils von den Fachkonferenzen vorgelegten konkreten Leitlinien zur Leistungsüberprüfung. Die Bewertungsmerkmale werden den Schülern jeweils zu Beginn eines Halbjahres erläutert. Dies wird im Klassenbuch bzw. in den Kursmappen nachgewiesen. Die Lehrer arbeiten vor allem mit den vorhandenen Möglichkeiten der Schüler, loben und unterstützen die Schüler für ihre jeweiligen Lernzuwächse und für gute Leistungen. Andererseits weisen sie die Schüler auf wahrgenommene Mängel hin und beraten sie, wie diese behoben werden können. Herausragende Leistungen – auch solche, die außerhalb des Unterrichts, etwa bei Wettbewerben, erzielt werden, werden in besonderer Weise am jeweiligen Schuljahresende in einer Veranstaltung in der Aula gewürdigt.

Die Lehrer überprüfen regelmäßig die Anfertigung der erteilten Hausaufgaben und setzen sich mit den Eltern in Verbindung, wenn diese nicht erledigt wurden. Werden die Hausaufgaben mehrfach nicht angefertigt, so wird den Schülern aufgegeben, diese unter Aufsicht nachzuarbeiten.

Unterstützung durch die Eltern

Die Eltern und Erziehungsberechtigten unterstützen ihre Kinder dabei, ihre schulischen Pflichten wahrzunehmen. Sie sorgen dafür, dass ihre Kinder regelmäßig und pünktlich die Schule besuchen. Sollte ein Kind die Schule nicht besuchen können, melden es die Eltern umgehend telefonisch in der Schule ab und entschuldigen das Fehlen zeitnah danach schriftlich. Die Eltern loben und ermutigen ihre Kinder, sich intensiv mit den Sachinhalten auseinanderzusetzen und halten sie dazu an, sich in der Schule respektvoll zu verhalten. Sie suchen den regelmäßigen Kontakt zur Schule über den Schulplaner, die angebotenen Sprechtage und die Teilnahme an den Sitzungen der Mitbestimmungsgremien (Klassen- und Stufenpflegschaften). Sie überprüfen, ob die Kinder ihre Hausaufgaben anfertigen, ob sie ihre Materialien angemessen pflegen und ihre Taschen sorgfältig packen.

Die Eltern zeigen Interesse an den schulischen Fragen und Problemen, die ihre Kinder mit nach Hause bringen. Sie statten die Kinder angemessen für die Schule aus.

Die Eltern sind keine Nachhilfelehrer: Die inhaltliche Richtigkeit der Hausaufgaben ist von den Lehrkräften zu überprüfen, nicht von den Eltern. Die Eltern suchen an den Sprechtagen oder zu den angebotenen Sprechstundenzeiten Kontakt zu Vertreterinnen und Vertretern der Schule. In Konfliktfällen wenden sie sich zunächst an die betreffende Lehrperson, dann an die Klassen- oder Stufenleitung. Diese wird – falls nötig die jeweiligen Stufenkoordinatorinnen bzw. –koordinatoren informieren, ehe die Schulleitung einbezogen wird.

[1] Im vorliegenden Text wurde aus Gründen der Lesbarkeit für „Schülerinnen und Schüler“ jeweils der Begriff „Schüler“ bzw. für „Lehrerinnen und Lehrer“ der Begriff „Lehrer“ verwendet, ohne dass dadurch dem weiblichen Geschlecht eine mangelnde Wertschätzung entgegengebracht würde. Es dient lediglich der Vereinfachung.

Eine pdf-Version des Unterrichtsleitbildes finden sie hier.