Schüleraustausch des Galilei-Gymnasiums nach Brüssel

Mobilise YOUrself – studying and working in the EU: unter diesem etwas sperrigen Motto steht das ErasmusPlus-Projekt der EU (2017 – 2020), an dem das Galilei-Gymnasium Hamm teilnimmt. Der Startschuss für dieses Projekt war eine sechstägige Fahrt in die europäische Metropole Brüssel für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen, die mit zwei begleitenden Kolleginnen und Kollegen Anfang März durchgeführt wurde

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern anderer europäischer Nationen (Belgien, Griechenland, Zypern, Lettland, Italien, Polen) verbrachte die Gruppe vom Galilei-Gymnasium sechs tolle Tage, in denen viel gelernt wurde – endlich mal nicht auf der Schulbank, sondern durch die internationale Begegnung.

Untergebracht in Gastfamilien, lösten sich einige Klischees schnell auf: Weder gab es nur Pommes Frites und belgische Pralinen zu essen, noch hatte man sich zwangsläufig auf Französisch oder Niederländisch zu unterhalten: „Mit Englisch bin ich in meiner Familie und in der Schule gut weitergekommen“, schildert Victoria, 14, die Situation. Überhaupt: Englisch diente sowohl Schülerinnen und Schülern aber auch den Lehrerinnen und Lehrern als „Lingua franca“, die es auf der Fahrt allen Jugendlichen und Erwachsenen ermöglichte, die belgische Hauptstadt gemeinsam zu erleben und die besondere Bedeutung der Europäischen Union kennenzulernen. Während des Aufenthaltes war die multikulturelle Vielfalt der Stadt deutlich zu spüren: Fast 30 % der Bürger sind gar keine Brüsseler.  Allein für die Europäische Union arbeiten über 50.000 Menschen. Das fällt auf in einer Stadt, in deren Kern lediglich 180.000 Menschen leben; gemeinsam mit den Randgebieten kommen die Statistiker auf insgesamt ca. 1,2 Mio. Einwohner im Stadtgebiet Brüssel-Hauptstadt.

Neben dem Besuch des Europaparlaments und einem Ausflug nach Gent standen Abstecher ins Museum für europäische Geschichte sowie zum EXPO-Gelände von 1958 mit dem Atomium auf dem Programm.

Auf einer dreistündigen Stadtrallye konnte die Gruppe des ErasmusPlus-Projektes mit Hilfe ihrer Smartphones touristische Attraktionen Brüssels kennenlernen: Manneken Pis, das Rathaus, die überdachten Galeries St. Hubert – sie alle lagen auf der Route, die immer wieder auch an riesigen Street-Art-Gemälden vorbeiführte, die auf Brüssels Bedeutung als Comic-Hauptstadt hinweisen. Nähere Informationen konnten die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von QR-Codes gewinnen, die in ihren Quiz-Bögen abgedruckt waren und die bei der Beantwortung der kniffligen Quizfragen halfen. Alle Teilnehmer wurden am Ende der Rallye übrigens mit einer weiteren belgischen Spezialität belohnt: Eine große, süße Waffel, frisch gebacken in einer der ältesten Waffelbäckereien der Stadt, gelegen an der Grand Place, dem berühmtesten Platz im Zentrum Brüssels.

Die gastgebende Schule, das Athenée Royal de Ganshoren, hatte zudem ein Paket der Begegnung geschnürt: Entsprechend dem Projektthema konnten die Schülerinnen und Schüler sich unter Einbeziehung verschiedener Medien über die Partnerschulen informieren und erhielten vielfältige Tipps für die persönliche Zukunft: „Das Abitur in Deutschland absolvieren und später zum Studieren für ein oder zwei Semester in ein Nachbarland der EU, das scheint gar nicht so schwierig zu sein“, freut sich Devran, 16 Jahre.

Gemischte Teams beim Bowling und Pizza für alle rundeten den Abschlussabend ab. Beim Abschied flossen Tränen.

Schon jetzt freut sich das Galilei-Gymnasium darauf, die neuen Freunde aus den anderen Schulen in Hamm zu begrüßen – aber erst im Jahr 2020 ist es so weit.

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