Reli-Rallye 2021 – Klasse 8

Die Klasse 8b ging am 11. Oktober 2021 auf eine Reli-Rallye. Bei dieser Rallye besuchten wir drei verschiedene Gotteshäuser: die Yunus-Emre-Moschee, den Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel und die Jugendkirche. Wir fuhren um 8:40 mit dem Bus los.

Zuerst kamen wir an der Yunus-Emre-Moschee an. Sie wird von einer türkisch-islamischen Gemeinde geleitet.
Die Form des Gebäudes fiel sofort auf, da das Gebäude drei runde Halbkugeln in der Mitte hat und am Rand ein hoher Turm vorhanden ist.
Danach wurden wir von einer Frau namens Sema Köse hereingeholt, die für den Imam der Moschee, Harun Celebioglu, dolmetschte. Der Imam ist so etwas wie der Lehrer einer Moschee. Vor dem Eingang wurden wir darum gebeten, die Schuhe auszuziehen, weil in der Moschee ein strenges Schuhverbot gilt. Der ganze Boden ist mit Gebetsteppichen bedeckt, weshalb man sie dann verschmutzen würde, wenn man die Schuhe anlässt.
In der Moschee stach besonders der große, funkelnde Kronleuchter mitten auf der Decke hervor.
Wir saßen kreisförmig auf dem Boden. Es ist angemessen im Schneidersitz zu sitzen, da es unhöflich ist, die Füße auszustrecken. Damit würde man Allah (Gott) sozusagen seine Füße zeigen.
Der Imam erklärte uns die wesentlichen Säulen des Islam und ging auch auf unsere Rückfragen ein.

Danach fuhren wir zum Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel. Er ist der größte seiner Art in Mitteleuropa. Der Tempel steht in Hamm Uentrop und ist sehr bunt verziert. 1,8 Millionen Euro hat der Tempel insgesamt gekostet und wurde innerhalb von 1,5 Jahren gebaut. Er wurde von zwölf Kunsthandwerkern eigenhändig verziert. Jede Figur auf dem Tempel stellt eine Göttin dar die eine besondere Bedeutung hat.
Außerdem glauben die Hindus, dass der Turm seine Kraft aus dem Universum nimmt. Er sieht aus, wie der Wohnort der Götter, der der Berg in Tibet namens Kailash ist.
Uns ist direkt aufgefallen, dass es nach Räucherstäbchen roch und der Innenraum auffällig und farbenfroh gestaltet war. Im Gebäude standen viele bunte Säulen, die zu den südindischen Tempeln gehören. Unsere Klasse teilte sich in zwei Hälften, die jeweils von einem Führer begleitet wurden und uns verschiedene Dinge zum Hinduismus und dem Tempel erzählten. Innen waren viele begehbare Kammern, in denen verschiedene Götterstatuen standen. Die Hindus fragen die Götter um Rat.

Als letztes besuchten wir die Jugendkirche. Sie ist eine evangelische Kirche, die von Jugendlichen im Umkreis und der Pfarrerin Katrin geleitet wird. Als wir angekommen sind, nahmen wir eine Pause und aßen einen selbst gemachten Döner. Das Essen und Trinken war kostenfrei. Nach dem Essen teilten wir uns in Dreier- und Vierergruppen auf und mussten neun Stationen absolvieren.
Bei einer Station, die uns sehr gefallen hat, konnte man die Lichter in der Kirche steuern. Andere Stationen wie die „Fenster“ Station, bei der man auf dem Fenster malen konnte, oder die „Hochkanzel“ Station, bei der man in einem Buch schreibt, was wir der Welt sagen möchten, mochten wir auch sehr.

Die Reli-Rallye gab uns einen guten Einblick in die drei verschiedenen Gotteshäuser und die Religionen. Besonders der Tempel war interessant, da die meisten in unserer Klasse nicht viel über den Hinduismus wussten und bei der Rallye viele Fragen beantwortet wurden.

Bericht von: Alexandra, Diana, Hana, Seyyid, Sophie und Tijana
Fotos von: Georg

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