Fair – fairer – Fair Mobil – Konfliktkultur will gelernt sein

Rund 150 Schüler/innen des Galilei-Gymnasiums übten sich in Konfliktlösungen, Teamgeist, Vertrauen und der Stärkung von Rücksichtnahme

Schule anders erleben– das ist der Anspruch des Programms „Stark im MiteinanderN“, das partnerschaftlich von der Westfälischen Provinzial Versicherung, dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster sowie dem asb – arbeitskreis soziale bildung und beratung– entwickelt wurde. Mit dem Fair Mobil, einem von insgesamt vier Programmbausteinen, haben die Partner/innen ein Angebotspaket geschnürt, das Lösungsansätze für eine konstruktive Konfliktkultur bietet.

Vom 09. – 11. Dezember 2020 machte das Fair Mobil am Galilei-Gymnasium in Hamm halt. Ca. 150 Schüler/innen der Jahrgänge 6 und 7 durchliefen (unter der Einhaltung strenger Corona-Hygieneschutzmaßnahmen) insgesamt zehn erlebnispädagogische und gewaltpräventive Stationen.

Konflikte, Beleidigungen, körperliche Gewalt und/oder soziale Ausgrenzung sind Ausdrucksformen von Aggression und Gewalt, die das Schulleben stark belasten. Das Fair Mobil setzt etwas entgegen und liefert ein vielseitiges Angebot.

In Kleinstgruppen und im Klassenverband wurden am Galilei-Gymnasium mit Schülerinnen und Schülern Wahrnehmungs-und Diskussionsübungen sowie (kontaktlose) Erlebnisspiele an Parcoursstationen durchgeführt, die ihnen die Möglichkeit boten, gemeinsam Aspekte positiven sozialen Verhaltens zu erleben. Es waren kooperative Fähigkeiten in spannenden Situationen gefragt und die Sensibilisierung für Gewalt und Konflikte im Schulalltag, die Förderung von Kooperation sowie Aggressions- und Spannungsabbau standen als Ziele dabei im Vordergrund.

So sahen die Schüler/innen am Gallei-Gymnasium, dass Schule auch Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume außerhalb des Unterrichts eröffnet. Spielerisch in der Bewältigung gestellter Aufgaben, in kurzen Diskussionen oder im Rahmen erlebnispädagogischer Elemente tauschten sie unterschiedliche Werthaltungen aus, entwickelten alternative Handlungsideen oder erprobten aktiv kooperative Fähigkeiten.

Im digitalen Zeitalter verlagern sich Phänomene, wie Mobbing, auch in digitale Medien und finden unter dem Begriff „Cybermobbing“ zunehmend an Schulen statt. So werden Kinder und Jugendliche selbst in ihrem geschützten Bereich, dem Zuhause, erreicht. Gewalt im Zusammenhang mit der virtuellen Welt wird dann zu einem realen Problem. Auch hier bietet das Fair Mobil in seinem Pool einige Parcoursstationen, die sensibilisieren und Kompetenz in Bezug auf einen sicheren Umgang mit digitalen Medien fördern. Spielerisch setzen sich die Schüler/innen dabei mit heiklen Themen auseinander, wie z.B. Cybermobbing, Datensicherheit, Anonymität und den fairen Umgang miteinander in der virtuellen Welt.

Der Fair Mobil Einsatz ist als Anstoß zu sehen. So erfolgte im Anschluss an den Parcours eine

Auswertung sowohl in den Klassenverbänden als auch mit der Schulsozialarbeiterin Frau Anika Kliegel und den Klassenleitungen. Diese dient der Hilfestellung und dem Impuls zur Fortführung am Galilei-Gymnasium.

Das Präventivprogramm Stark im MiteinanderN zeigt seit 2001 Schüler innen und Schülern Wege ohne Gewalt, Mobbing und Vandalismus auf. Es wurde mehrfach evaluiert und neuen Entwicklungen angepasst. Für die erfolgreiche Arbeit erhielten die Programmpartner/innen Auszeichnungen, wie den „Deutschen Förderpreis der Kriminalprävention“ sowie den ENTERPreis für vorbildhaftes gesellschaftliches

Engagement (Provinzial).

Träger:

Westfälische Provinzial Versicherung, Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster, arbeitskreis soziale bildung und beratung.

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