Erfahrungsbericht: Exkursion zur Firma Bayer in Bergkamen

Der Naturwissenschaftskurs der Jahrgangsstufe 9 hat im Rahmen des Themengebietes Arzneimittel am 9.Mai 2017 eine Exkursion durchgeführt.

Als wir um circa 8:30 mit dem Bus ankamen, ist uns das riesige Firmengelände „ins Auge gesprungen“. Um auf das Gelände zu gelangen, hat uns die Dame am Schalter Praktikantenausweise gegeben, mit denen wir durch die Sicherheitstüren des Geländes hindurch kamen.

Als wir im Konferenzraum angekommen waren, hat uns ein Mitarbeiter des Bayer-Konzerns Informationen über das Werk und über mögliche Ausbildungen dort gegeben. Danach sollten wir uns Schutzkleidung anziehen und wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt.

Meine Gruppe ist zunächst in das Technikum für Azubis gegangen. Dort werden die Azubis zu dreieinhalb Jahren lang ausgebildet, um nach der Ausbildung Tablettenwirkstoffe herzustellen.

Im Technikum haben wir die Aufgabe bekommen, Kieselgur mit Wasser zu mischen. Jedoch sollten wir dies mit einem großen Rührer machen und das Gemisch filtrieren. Als erstes haben wir Kieselgur per Hand mit ein bisschen Wasser vermischt und dies mit weiteren 60 Litern in den Rührer gegeben. Daraufhin haben wir das Gemisch mit erhitztem Öl auf circa 40° Celsius erwärmt, und dieses anschließend ein Stockwerk tiefer in den Filtrierer gepumpt.

In dem Filtrierer haben wir mithilfe von sehr dickem Filterpapier die Kieselgur vom Wasser getrennt, woraufhin man sie wiederverwenden konnte. Das Wasser wurde in den Ausguss geleitet und die Kieselgur wurde getrocknet. Diese Prozedur hat circa zwei Stunden gedauert.

Als wir die Arbeitsaufträge erfüllt hatten, gingen wir in den Konferenzsaal zurück, wo wir etwas zu Essen bekamen. Dies war kostenlos und hat sehr gut geschmeckt.

Nach dem Essen sind wir in ein Labor gegangen, in welchem wir einen Zettel mit Arbeitsaufträgen bekamen. Auf diesem waren die Arbeitsschritte, die wir durchführen sollten, punktgenau notiert. Außerdem sollten wir die Ergebnisse der Experimente in einem Heftchen dokumentieren.

Im ersten Schritt haben wir Natronlauge hergestellt, die wir in eine Bürette umgefüllt haben. Für den Erlenmeyerkolben haben wir 150 Milligramm Salicylat mit Wasser vermischt. In den Erlenmeyerkolben kam ebenfalls der Indikator Phenolphthalein. Danach haben wir die Natronlauge langsam in den Erlenmeyerkolben fließen lassen, worauf die Flüssigkeit nach einiger Zeit leicht rosa wurde. Wir haben den Wert an verbrauchter Natronlauge bis zur Rosafärbung notiert und waren nach dem Abspülen der Geräte fertig mit dem Experiment. Für die Auswertung reichte die Zeit leider nicht mehr aus. Zum Schluss hat uns der Leiter noch einige Informationen zum Betrieb Bayer in Bergkamen gegeben.

Wir sind mit unserem Praktikantenausweis wieder durch die Sicherheitstüren hinaus gekommen und sind mit dem Bus zurück zum Schulparkplatz gefahren.

Mir persönlich hat es sehr gefallen, in den Arbeitstag von Chemikanten und Laboranten hinein zu schlüpfen, da mich dieses Themengebiet schon seit Längerem interessiert. Außerdem habe ich den Konzern als sehr geordnet und sehr gut organisiert empfunden, da alles gut geklappt hat und sogar das Mittagessen reibungslos abgelaufen ist.

Die Azubis, die es uns ermöglicht haben, einen Blick in ihren Ausbildungsalltag zu werfen, waren sehr nett und konnten uns sehr gut weiter helfen, wenn etwas nicht ganz geklappt hat.

Alles in allem war es ein sehr schöner und interessanter Tag im Konzern Bayer in Bergkamen.

Jan Jerominik

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